Vom Springreiten zum Galoppsport: Bolot Kalysbek Uulu 🇰🇬 bringt frischen Wind in die deutsche Jockeyszene
Der 26-jährige Jockey Bolot Kalysbek Uulu aus 🇰🇬 Kirgisistan wird ab dem 10. März den Rennstall Figge verstärken. Nach erfolgreichen Jahren in Polen und einem Zwischenstopp in Frankreich zieht es den talentierten Reiter nun auf die deutschen Rennbahnen. Bolot bringt nicht nur sein Talent als Jockey mit, sondern überzeugt auch durch seine Bodenständigkeit und seinen Ehrgeiz.
War Vizechampion in Polen und wechselte zuletzt nach Frankreich. Sein Vorbild: Christophe Soumillon
Ein vielseitiger Werdegang
Ursprünglich begann Bolot seine Karriere im Springsport, bevor er sich dem Galopprennsport widmete. Diese Erfahrung im Springen spiegelt sich in seiner ruhigen und kontrollierten Reitweise wider, die er auch auf der Rennbahn zeigt. "Jedes Pferd ist anders. Es geht darum, den richtigen Zugang zu finden und Vertrauen aufzubauen.", sagt Bolot über seine Arbeit mit Pferden.
In den letzten fünf Jahren ritt Bolot in Polen und konnte dort beachtliche Erfolge feiern. Besonders die Saison 2023 war herausragend: 50 Siege in 248 Starts und eine Siegquote von über 20 Prozent brachten ihm den Vizechampion-Titel ein. Auch in der Saison 2024 zeigte er mit 16 Siegen aus 142 Starts, dass er konstant auf hohem Niveau reiten kann. In der Saison 2021 holte er 33 Siege aus 232 Starts (14,4 %), 2022 waren es 27 Siege bei 214 Starts (12,7 %). Diese kontinuierlich starken Quoten zeigen seine Verlässlichkeit und sein Gespür für den richtigen Moment.
Kirgisische Namensstruktur: Was bedeutet Kalysbek Uulu?
Bei dem Namen "Bolot Kalysbek Uulu" handelt es sich um eine kirgisische Namensstruktur:
"Bolot" ist der Vorname.
"Kalysbek" ist der Vatersname (Patronym).
"Uulu" ist ein Suffix, das "Sohn von" bedeutet.
In diesem Fall ist also "Bolot" der Vorname der Person. Der vollständige Nachname besteht aus "Kalysbek Uulu", wobei "Kalysbek" der Name des Vaters ist und "Uulu" anzeigt, dass es sich um den Sohn von Kalysbek handelt.
Diese Namensstruktur ist in Kirgisistan und einigen anderen zentralasiatischen Ländern üblich. Sie ähnelt der russischen Namenstradition mit Vor-, Vaters- und Familiennamen, unterscheidet sich aber durch das Suffix "Uulu" für Männer (oder "Kyzy" für Frauen), das die Abstammung anzeigt.
Keine Berührungsängste im Stall
Bolot wird im Rennstall Figge als „Jockey am Stall“ arbeiten, was bedeutet, dass er nicht nur an Renntagen im Einsatz ist. Er wird auch als klassicher Arbeitsreiter aktiv am Training der Pferde teilnehmen und scheut sich auch nicht davor, selbst im Stall mit anzupacken. "Ich reite nicht nur im Rennen, ich begleite die Pferde auch im täglichen Training. Das macht den Unterschied.", beschreibt Bolot seine Herangehensweise.
Sein Umgang mit den Pferden ist von Geduld und Feingefühl geprägt. Im Interview betonte er: "Wenn das Pferd sich wohlfühlt, dann läuft es gut. Das ist mein Ziel in jedem Rennen." Dieses tiefe Verständnis für die Bedürfnisse der Pferde und seine Fähigkeit, sie optimal auf den Renntag vorzubereiten, machen ihn zu einem echten Gewinn für unser Team.
Eindrucksvoller Reitstil
Um sich ein Bild von Bolots Reitweise zu machen, lohnt sich ein Blick auf einige seiner vergangenen Rennen. Bolot überzeugt sowohl durch sein starkes Finish – egal ob mit Pferden, die aus dem hinteren Feld erst auf der Zielgeraden richtig aufdrehen – als auch durch sein hervorragendes Tempogefühl. Dies bewies er zuletzt eindrucksvoll bei seinem Sieg in Fontainebleau, wo er Start-Ziel von vorne dominierte. Seine Vielseitigkeit und sein Gefühl für das richtige Tempo machen ihn zu einem Jockey, der sowohl im Gedränge als auch in Führung stets die Ruhe bewahrt.
Start-Ziel Sieg im 14. November 2024 im französischen Fontainebleau in guter Gesellschaft (u.a. Maxime Guyon, Mickael Barzalona, Theo Bachelot, Ioritz Mendizabal, …)
Meine Mitarbeiter, die bereits einige seiner Ritte gesehen haben, sind überzeugt: "Er hat ein sehr gutes Auge für das Tempo und versteht es, Pferde aus einer guten Position genau im richtigen Moment einzusetzen und nach vorne zu bringen."
Sieg in den Westminster Cardea Stakes